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Vision & Weg | Pandava Dās

Ein Brief über das, was wachsen darf.

Ich habe über die Jahre gemerkt, wie wichtig es ist, nicht nur das zu tun, was gerade möglich ist, sondern auch eine Richtung zu spüren.

Nicht als starren Plan. Nicht als etwas, das schon fertig feststeht. Sondern als eine innere Bewegung. Als ein Bild, das mich motiviert, mich sammeln hilft und mir zeigt, wofür ich Schritt für Schritt weitergehe.

Wenn ich an diese Richtung denke, ist da nicht nur Freude. Da ist auch Respekt. Da sind Ängste. Da ist das Wissen, dass Wachstum auch bedeutet, sichtbarer zu werden, mich mehr zu zeigen und Dinge wirklich in die Welt zu bringen. Und trotzdem merke ich: Es tut mir gut, diese Bilder nicht kleinzureden.

Im Moment trägt sich das, was schon da ist: der Unterricht, die Kirtanabende, Konzerte und Veranstaltungen. Das ist nicht wenig. Es ist ein echter Anfang, gewachsen aus dem, was heute möglich ist.

Und doch bewegt sich daraus langsam mehr. Ich spüre den Wunsch nach Räumen, in denen Musik, Stille und Gemeinschaft mehr Zeit bekommen als an einem einzelnen Abend. Daraus könnten Tagesretreats entstehen. Vielleicht später Wochenendretreats.

Und noch weiter draußen, vielleicht in ein, zwei Jahren, sehe ich etwas, das noch nicht fertig benannt werden muss: eine Jahresgruppe. Ein längerer gemeinsamer Weg, in dem Harmonium, Gitarre, Rhythmus, Mantra und gelebte Praxis ineinandergreifen. Eine kleine Gemeinschaft, die sich gegenseitig trägt.

Das ist heute noch kein fertiges Angebot. Eher eine Richtung. Aber eine, die mich innerlich weit macht und mir hilft, bei der Sache zu bleiben.

So darf es wachsen. Nicht aus Druck. Nicht aus einer großen Inszenierung. Sondern aus dem, was wirklich da ist.

— Pandava

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